Abnehmen – aber worauf achten ohne verrückt zu werden?

Wieder einmal habe ich ein Thema, das wahrscheinlich alle Menschen interessiert, die abnehmen wollen. Manche Menschen machen sich nämlich viel zu verrückt. Hier und da muss ein Gramm weg. Hier und da muss die Zahl unter dem und dem Wert sein. Die Waage sollte nicht zusammenbrechen unter dem eigenen Gewicht. Und wenn dann die Waage mal wieder ein paar Gramm zu viel anzeigt, bricht die Hölle auf Erden los. – Nein, so ist es nicht, aber das wissen wahrscheinlich alle, die gerade nicht in einer solchen Krise stecken. Und Menschen, die da schon einmal waren oder gerade sind, wissen ganz genau, dass einem solch Gedankenaufführung von Freunden, von Texten im Internet oder Ähnliches immer helfen wieder runterzukommen. Deswegen dieser Post. Wegen nichts anderem.

Worauf achte ich beim Abnehmen?

Dann hol ich mal ganz weit aus, da ich bei mir von Anfang an erzählen muss. Meine Bestandsaufnahme war einmal die Woche an einem festen Tag auf der Waage zu stehen und alle zwei Monate meine Körperteile einmal mit dem Maßband abzumessen und die Werte aufzuschreiben. Nachdem ich also meine ersten Kilos runterhatte, war es mir wirklich wichtig immer weiter unter jeweils gesetzte Ziele zu kommen. Das eine Mal setzte ich mir ein Ziel, dass ich 5 Kilogramm unter mein damaliges Gewicht kam. Egal wie lang es dauert, aber ich wollte da auf jeden Fall irgendwann mal hinkommen. Dass dies schon 2 Monate später soweit war, wusste ich selbst natürlich nicht, aber machte mich umso glücklicher. Bis hierhin achtete ich also extremst darauf, was mir die Waage an Zahlen anzeigte.

Hat sich was verändert worauf ich achte beim Abnehmen?

Jetzt einige Monate später seitdem ich stehenbleibe, ist es mir überaus wichtig, dass mein Körper an Masse verliert und an Muskeln aufbaut. Mein Freund bestätigt mir immer wieder, dass sich das Umarmen bei mir anders anfasst nach all den Monaten der Abnahme. Natürlich ist das vollkommen lieb gemeint, aber ihr wisst ja wie manche Menschen hier im Internet auf irgendwelche Aussagen reagieren. Jedes Mal sagt er mir nämlich ungläubig: „Sarah hast du echt schon so viel abgenommen?“. Dann antworte ich meist nur, dass es relativ ist, denn ich bin immer noch übergewichtig. Das wird auch noch eine Weile so bleiben, aber ja, ich habe 20 Kilogramm abgenommen. Viel ist das schon, auch für meinen Körper. Selbst wenn der immer noch extrem viel tragen muss. Aber umso mehr ich meinen Körper entlasten kann, desto besser und ich tue meinem Körper seit 9 Monaten schon Gutes, indem ich ihn immer mehr um Lasten erleichtere.

Wenn man Fett verliert, was bleibt dann?

Natürlich bleibt die überschüssige Haut. Meine Mutter sagt mir andauernd, dass ich das früher oder später eh alles abschneiden lassen muss. Aber jetzt mal ganz ehrlich: Ich weiß, dass ich mich seit Jahren sehr für meine Oberarme geschämt habe. Habe ausschließlich Oberteile getragen, bei denen man meine Oberarme nicht mal erahnen konnte. Und für wen habe ich all das gemacht? Für andere. Ich habe mich geschämt, weil ich nicht wollte das andere Menschen das sehen konnten. Aber mal ganz ehrlich: Wer jemals Oberteile getragen hat, der weiß, dass man Oberarme sehr gut erkennen oder erahnen kann und wer meine Oberarme mal durch das Tshirt „erahnt“ hat, weiß wie sie aussehen. Da brauch ich auch nichts mehr verstecken.

Was ich also empfehlen kann:

  • achtet nicht nur auf die Zahlen auf eurer Waage
  • nehmt euren Körper wahr und spürt wie viel besser ihr euch fühlt mit Bewegung etc.
  • denkt daran: Muskeln sind schwerer als Fett (man siehe ntv’s Bericht)
  • macht euch nicht verrückt, wenn ihr stehenbleibt, fragt euch lieber ob ihr euch trotzdem besser fühlt 😀
  • ganz wichtig: Immer alles notieren, damit du den Überblick behältst und in schweren Zeiten dir deine Erfolge ansehen kannst!

Auf was achtet ihr beim Abnehmen? Ist euch irgendwas besonders wichtig?

Eure Sarah ♥