Worauf genau achten? | Abnehmen 04

Abnehmen – aber worauf achten ohne verrückt zu werden?

Wieder einmal habe ich ein Thema, das wahrscheinlich alle Menschen interessiert, die abnehmen wollen. Manche Menschen machen sich nämlich viel zu verrückt. Hier und da muss ein Gramm weg. Hier und da muss die Zahl unter dem und dem Wert sein. Die Waage sollte nicht zusammenbrechen unter dem eigenen Gewicht. Und wenn dann die Waage mal wieder ein paar Gramm zu viel anzeigt, bricht die Hölle auf Erden los. – Nein, so ist es nicht, aber das wissen wahrscheinlich alle, die gerade nicht in einer solchen Krise stecken. Und Menschen, die da schon einmal waren oder gerade sind, wissen ganz genau, dass einem solch Gedankenaufführung von Freunden, von Texten im Internet oder Ähnliches immer helfen wieder runterzukommen. Deswegen dieser Post. Wegen nichts anderem.

Worauf achte ich beim Abnehmen?

Dann hol ich mal ganz weit aus, da ich bei mir von Anfang an erzählen muss. Meine Bestandsaufnahme war einmal die Woche an einem festen Tag auf der Waage zu stehen und alle zwei Monate meine Körperteile einmal mit dem Maßband abzumessen und die Werte aufzuschreiben. Nachdem ich also meine ersten Kilos runterhatte, war es mir wirklich wichtig immer weiter unter jeweils gesetzte Ziele zu kommen. Das eine Mal setzte ich mir ein Ziel, dass ich 5 Kilogramm unter mein damaliges Gewicht kam. Egal wie lang es dauert, aber ich wollte da auf jeden Fall irgendwann mal hinkommen. Dass dies schon 2 Monate später soweit war, wusste ich selbst natürlich nicht, aber machte mich umso glücklicher. Bis hierhin achtete ich also extremst darauf, was mir die Waage an Zahlen anzeigte.

Hat sich was verändert worauf ich achte beim Abnehmen?

Jetzt einige Monate später seitdem ich stehenbleibe, ist es mir überaus wichtig, dass mein Körper an Masse verliert und an Muskeln aufbaut. Mein Freund bestätigt mir immer wieder, dass sich das Umarmen bei mir anders anfasst nach all den Monaten der Abnahme. Natürlich ist das vollkommen lieb gemeint, aber ihr wisst ja wie manche Menschen hier im Internet auf irgendwelche Aussagen reagieren. Jedes Mal sagt er mir nämlich ungläubig: „Sarah hast du echt schon so viel abgenommen?“. Dann antworte ich meist nur, dass es relativ ist, denn ich bin immer noch übergewichtig. Das wird auch noch eine Weile so bleiben, aber ja, ich habe 20 Kilogramm abgenommen. Viel ist das schon, auch für meinen Körper. Selbst wenn der immer noch extrem viel tragen muss. Aber umso mehr ich meinen Körper entlasten kann, desto besser und ich tue meinem Körper seit 9 Monaten schon Gutes, indem ich ihn immer mehr um Lasten erleichtere.

Wenn man Fett verliert, was bleibt dann?

Natürlich bleibt die überschüssige Haut. Meine Mutter sagt mir andauernd, dass ich das früher oder später eh alles abschneiden lassen muss. Aber jetzt mal ganz ehrlich: Ich weiß, dass ich mich seit Jahren sehr für meine Oberarme geschämt habe. Habe ausschließlich Oberteile getragen, bei denen man meine Oberarme nicht mal erahnen konnte. Und für wen habe ich all das gemacht? Für andere. Ich habe mich geschämt, weil ich nicht wollte das andere Menschen das sehen konnten. Aber mal ganz ehrlich: Wer jemals Oberteile getragen hat, der weiß, dass man Oberarme sehr gut erkennen oder erahnen kann und wer meine Oberarme mal durch das Tshirt „erahnt“ hat, weiß wie sie aussehen. Da brauch ich auch nichts mehr verstecken.

Was ich also empfehlen kann:

  • achtet nicht nur auf die Zahlen auf eurer Waage
  • nehmt euren Körper wahr und spürt wie viel besser ihr euch fühlt mit Bewegung etc.
  • denkt daran: Muskeln sind schwerer als Fett (man siehe ntv’s Bericht)
  • macht euch nicht verrückt, wenn ihr stehenbleibt, fragt euch lieber ob ihr euch trotzdem besser fühlt 😀
  • ganz wichtig: Immer alles notieren, damit du den Überblick behältst und in schweren Zeiten dir deine Erfolge ansehen kannst!

Auf was achtet ihr beim Abnehmen? Ist euch irgendwas besonders wichtig?

Eure Sarah ♥

Stehen bleiben – Ist das schlimm? 03 | Abnehmen

Stehen bleiben – Ist das schlimm? 03 | Abnehmen

Im letzten Jahr fing ich an abzunehmen. Wie ich genau dazu kam und wie es im Kopf klick! gemacht hat, habe ich schon in meinem aller ersten Beitrag zum Thema Abnehmen erklärt. Jetzt möchte ich gern etwas über meine eigenen Beobachtungen und Gefühle über das Stehen bleiben und das es gar nicht so schlimm ist erzählen.

Höfliche Eskalation

Mir ist aufgefallen, dass sich durch meine veränderte Ernährungsweise etwas bemerkbar gemacht hat. Die Ernährungsweise hat sich nach vielen Monaten bei mir fast vollkommen gefestigt, sodass es keine bis kaum Ausschweife wie Fressattacken gab. Dabei bin ich oft bei meinem Freund, bei dem ich völlig eskalieren könnte, wenn ich wollte. Kennt das jemand von euch, dass man zu Hause nicht wirklich abweichen möchte, aber sobald man woanders ist sich jede Gelegenheit zunutze macht? Nicht unhöflich sein will? – Seit ich das eine Mal hier so eskaliert bin, dass ich drei Kilos zugenommen hatte und ich mit meinem Freund darüber sprach, nehme ich nun diese Dinge, die ich mir zunutze machen könnte, nur noch an, wenn ich das wirklich haben möchte. Er weiß wie wichtig mir jedes einzelne schwer weggearbeitete Kilo ist.

Kann stehen bleiben positiv sein?

Vor einigen Tagen stellte ich mich wieder auf die Waage und schwanke nun immer wieder um die eine Zahl. Ich bleibe stehen. Warum? Weil ich im Moment durch die Abschlussprüfung, krank sein und die Besuche bei meinem Freund keinen Sport mache. Aber was sagt mir das denn, wenn ich sehe, dass ich jede Woche immer auf der gleichen Zahl stehe? Mal ein paar Gramm mehr oder weniger.

Für mich sagt es aus, dass ich alles richtig mache. Warum sollte man denn das Stehen bleiben als negativ ansehen, wenn man doch sieht, dass die Ernährungsweise stimmen muss. Vor allem wenn man immer nur ein paar Gramm mehr oder weniger hat. Nicht nur die Ernährungsweise, sondern auch die Menge an Nahrung und welche Nahrung ist die Richtige, wenn man stehen bleibt. Das ist für mich unglaublich positiv und zeigt mir, dass ich für mich eben die perfekte Ernährung gefunden habe. Nun muss es nur noch wieder mit dem Sport mehr klappen, dann bin ich auch bald bei den -20 Kilos.

Eine Pause beim Abnehmen gönnen?

Ich persönlich sehe meine Sportpause, die jetzt schon ungefähr sechs Wochen oder länger andauert, als positiv. So erkenne ich auch, dass alles sonst gut läuft und ich nicht wieder zunehme. Ich dachte vor einiger Zeit noch, dass mein ständiges Zunehmen krankhaft sei und so konnte ich für mich überprüfen, dass das einzig und allein an der Bewegung und des Essens lag. Wie die Kilos verarbeitet werden vom Körper, kann ich natürlich nicht wirklich beeinflussen. Denn hier kann jeder Mensch woanders mehr haben als ich und dafür habe ich an irgendeiner Körperstelle mehr wo andere weniger haben. So sind die Gene nunmal. Austricksen wird da relativ schwierig.

Was sich verändert hat in 7 Monaten Abnahme

Was für eine Zahl, wenn ich sehe, dass ich vor fast 7 Monaten meine Kniescheibe nicht mehr sehen konnte. Schmerzen vor allem in den Knien hatte. In den Füßen, wenn ich zu lang stand. Wenn es brannte wie die Hölle und man sich am liebsten mit Eimern mit Eis drin umher bewegen wollte. Nach -16 Kilos sehe ich meine Kniescheiben wieder, habe sogar schon eine Kleidergröße weniger und laufe viel selbstbewusster durchs Leben.

Ich sehe, dass es so viele Menschen gibt, die mich unterstützen und es toll finden wie weit ich gekommen bin. Das macht mich glücklich. Denn es ist wichtig zu wissen, dass es Menschen gibt, die es gut finden. Wenn man selbst nämlich mittendrin steckt und bei brenzligen Situationen nichts mehr merkt, dann sind die Menschen wirklich wichtig. Merkt man nicht mehr, dass man sich runter hungert wie ich ganz am Anfang, dann stehen diese Menschen mit einem STOP-Schild vor einem und knallen es einem auf den Kopf. Das ist gut. Das muss so sein!

Fressattacken – Regieren sie mich? 02 | Abnehmen

Seit einigen Tagen habe ich andauernd wieder das Gefühl von Fressattacken. Ich gehe sogar an den Kühlschrank, öffne ihn und bin zum Glück so weit, dass ich weiß all die Sachen da drin werden meinen „Hunger“ nicht stillen können. Egal wie viel ich davon essen würde, am Ende würde ich so viel verputzt haben, dass mein Magen kurz vorm Platzen steht, aber ich nicht zufrieden bin. Im Gegenteil, denn ich bin mir selbst nicht treu geblieben und habe mich meinem Gefühl hingegeben, das mir mein Gehirn vortäuscht. Vortäuscht? Ja natürlich täuscht es vor und das hat mich dick gemacht.

Früher hatte ich nie das Gefühl, dass mir mein Hirn was vortäuscht. Sobald ich Hunger bekam, aß ich mal ein Brot oder ein paar Kekse. Ich war schon immer so, dass ich selten zu viel von diesen Dingen aß. Also richtige Fressattacken fanden bei mir im Jahr maximal 2 Mal statt. Da aß ich dann aber auch eine ganze Kekspackung, trank wenn es Cola im Haushalt gab 1,5 Liter innerhalb einer Stunde aus und konnte dann auch noch guten Gewissens die Schokolade meiner Eltern aufessen. Andere haben das ständig, ich aber zum Glück nicht und trotzdem war ich übergewichtig. Im Dezember fand ich meine Disziplin mich selbst von außen zu beobachten, wenn ich aß und mich selbst zu hinterfragen und zu prüfen wie und wie viel ich vorher aß. Als ich bei meinem Freund einige Tage zu Besuch war, ahnte ich gar nicht was das für Folgen hatte. Ich sitze nun wieder zu Hause und habe das Gefühl ständig Hunger rufen zu müssen. Aber was genau ist jetzt eigentlich der Trick meines Hirns und wie kann ich dagegen ansteuern?

Wie trickse ich mein Hirn aus, um kurz vor den Fressattacken noch die Kurve zu kriegen?

Zu sagen, dass ich jedem erzählen könnte wie man keine Fressattacke bekommt, ist irgendwie Bullshit. Meist stecken wir schon voll drin, auch wenn wir selbst noch nicht so weit sind nur noch instinktiv zu handeln. Ihr wisst schon, wir suchen und wollen was finden. Egal was es ist, Hauptsache es ist lecker. Diese Dinge, die wir in solchen Momenten als lecker in unserem Hirn finden, sind meist Dinge, die mich dick gemacht haben.

Als erstes sollte man sich ernsthaft fragen:

  1. Bin ich im Moment „hungrig“ oder brauche ich Energie für später?
  2. Handle ich schon fast nur noch instinktiv oder kann ich klar denken, was gut für mich und meinen Körper ist?

Wenn man Frage 1 mit „Ich brauch im Moment etwas zur Gaumenbefriedigung“, dann brauch man sich die restlichen Fragen nicht mehr stellen. Hier läuten bei mir alle Alarmglocken, denn jetzt ist es Zeit für gesunde Leckereien. Meine Leckereien bestehen immer aus Obst und Gemüse. Dabei wähle ich immer, da es für mich standardmäßig im Haushalt ist, Möhren und einen Apfel, um genau zu sein Pink Lady, aus. Während des Schnippelns tust du nämlich schon etwas dafür, dass dein Hirn dich gar nicht mehr täuschen kann und du ihn selbst austrickst.

  • du hast dir einen rettenden Anker gesucht „Essen vorbereiten“
  • du musst dein Essen in gewisser Weise zubereiten wie ich mit Messer für den Apfel und Schäler für die Möhren (mit der Länge + Art und Weise der Zubereitung lenkst du dein Hirn ab)
  • umso kleiner du dein Gemüse/Obst schneidest desto „mehr“ hast du zu essen, was aber reiner Humbug ist, denn das Gehirn sieht einfach nur mehr Teile
  • lass dir Zeit beim Vernaschen deines Essens und mach nebenbei irgendwas, denn dann ist die Fressattacke schon gar nicht mehr da

So mach ich das jedes Mal, wenn ich merke, dass es jetzt gerade brenzlich wird. Vor allem in letzter Zeit wars wieder öfter so. Es hilft mir sehr, wenn ich wieder meinen Roten Faden gefunden habe und weiß, dass mein Hirn Spielchen mit mir spielt.

Der Unterschied zwischen Hunger und Hunger (Fressattacke)

Ich habe das Gefühl, dass der Unterschied darin liegt, dass ich morgens gar keinen richtigen Hunger verspüre. Sobald ich Hunger verspüre, bin ich auf dem guten Wege zur Fressattacke. Mein Frühstück ist für mich der Teil, dass ich für den Tag Energie zuführen muss, um diesen zu überstehen. Hierbei gehts nicht nur um die körperlichen Aktivitäten, sondern auch das Hirn braucht eine Menge Energie. Verwehre ich meinem Körper Energie, so muss ich mit den kommenden Konsequenzen klarkommen. Fressattacken sind da schon vorprogrammiert.

Wenn ich arbeiten gehe, dann esse ich morgens, und ja es klingt echt ekelhaft und ich weiß nicht wie ich es schaffe morgens sowas zu essen, eine halbe Bockwurst. Später auf Arbeit esse ich dann mein Vollkornbrötchen mit Beilage drauf. Ich esse morgens, weils irgendwie vernünftig ist, wenn ich an meinen Körper denke. Er braucht Energie, um all die Erlebnisse und Taten erfolgreich am Tag zu meistern. Sobald ich sage, dass ich Hunger habe, ist es eigentlich schon gar nicht mehr vernünftig. In solchen Momenten frage ich meinen Fragekatalog ab oder schnippel mir sofort, insofern ich zu Hause bin, mein Obst und Gemüse. Das ist wichtig, sodass ich meiner Abnahme nicht im Weg stehe.

Ich hoffe, dass ich einigen Leuten einen guten Einblick in meine Fressattacken und wie ich diese wieder in einem guten Rahmen löse, geben konnte. Wie macht ihr das mit Fressattacken? Habt ihr eine Strategie gefunden, die euch da gut rausbringt oder verfallt ihr dieser immer wieder mal und ärgert euch drüber?

Abnehmstory – Es kommt immer anders 01 | Abnehmen

Abnehmstory – Es kommt immer anders 01 | Abnehmen

Na ihr Sonnenscheine, ich hoffe doch, dass bei euch die Sonne nicht zu angenehm auf euch niederknallt. Ich wollte euch heute einmal meine auf Twitter „groß und immer mal wieder angekündigte Abnehmstory“ erzählen. Ich habe auch geplant viele helfende Tipps dazu hier in einer Liste zu speichern und zu den kommenden Beiträgen zu verlinken. Bei denen solls um Tipps gehen, die ich gut zum Abnehmen anwenden konnte, aber auch Situationen oder Aussagen, die mir im Laufe der Zeit aufgefallen sind, über die ich gern mal ein Wörtchen loswerden will. Aber jetzt erstmal mein Anfang aller Anfänge.

Die Ausgangssituation warum ich nie abnehmen konnte/wollte

Schon als Kind war ich recht mopsig und da hatten wir uns auch keine Sorgen gemacht, denn im Laufe der Zeit kann sich das Gewicht gut verteilen und das habe ich selbst schon bei vielen Leuten gesehen. Bei mir war das durch einen Unfall 2005 aber noch eher verhindert worden. Wer weiß wie ich dann heute aussehen würde, aber das sei mal dahingestellt. Durch den Unfall, bei dem ich mir den 11. und 12. Wirbel angebrochen hatte, 8 wöchiger Bewegungsunfähigkeit und die darauf folgende Sportsperre für die Schulzeit/und auch für meinen Kopf, nahm ich recht viel zu. Wie viel das genau war, kann ich euch gar nicht sagen, aber ich war definitiv auf dem Weg zu einem BMI, der in der BMI-Tabelle nicht mehr aufgezeichnet werden konnte.

Mein ganzes Leben lang darf ich mir anhören, dass ich dick sei und irgendwann hab ich angefangen es einfach nicht persönlich zu nehmen, denn viele Menschen nehmen sich heraus einem das immer wieder auf die Nase zu binden. Als ob ich das nicht sehen würde, nicht in meinem Körper stecke und dieses Gewicht jeden Tag zum Aufstehen bringen muss und auch zur Arbeit und zur Schule. Ich habe sogar schon 4 Ernährungsberaterinnen gehabt, die alle gar nicht unterschiedlicher sein konnten. Die eine zeigte mir nur bescheuerte Karten, was ich ABSOLUT GAR NICHT ESSEN DÜRFTE wegen soundsovielen Zuckerwürfel. Da fragte ich mich schon früher: Und was darf ich dann essen? Diese Frage wurde mir natürlich nicht beantwortet. Eine andere Ernährungsberaterin, die von meiner Krankenkasse angeboten wurde, hat mir einige Zettel zum Ausfüllen mitgegeben, auf denen ich mein Essverhalten dokumentieren sollte. Dabei ging es darum mein Frühstück, Mittag, Abendessen, Zwischenmahlzeiten und natürlich auch die Mengen aufzuschreiben. Meine Ernährungsberaterin hatte damals schon rausgefunden, dass ich an manchen Tagen einfach zu viel von einigen Sachen esse und diese hätte doch austauschen sollen. Das war aber alles nur minimal, denn mir fehlte die Bewegung, die durch eine gewisse Angst geblockt wurde. Mein Unfall ist heute 11 Jahre her und selbst heute habe ich noch Angst mit gewissem Gewicht, das ich trage, mir meinen Rücken wieder ins Aus zu katapultieren. Selbst hier fragte ich mich in manchen Situationen, ob dies nur eine Ausrede war oder ob ich wirklich ernsthaft Angst hätte und was ich dagegen tun konnte.

Der Knall zum Abnehmen kam, aber nicht so wie gedacht

Letztes Jahr im Dezember war ich schon eine recht lange Zeit krank, da wir noch nicht rausgefunden hatten, dass ich eine Hausstauballergie hatte. Diese hatte ich bei meiner HNO-Ärztin diagnostiziert bekommen, aber war dann trotzdem nochmal bei meiner Hausärztin. Diese meinte zu mir, dass ich doch mal darüber nachdenken sollte ein Magenbändchen mir machen zu lassen und dass sie es bestimmt hinbekommen würde, dass die Krankenkasse was dazu beisteuerte. Die Frechheit, die sie sich dann rausnahm, kannte ich schon in allen Varianten. Schleichend, polternd oder sogar nur mit den Augen. „Sarah hast du viele Freunde? Ach bestimmt nicht. Und hast du einen Freund? Im Moment nicht? Hm, ja, da leidet sicher deine Psyche drunter, weil du so aussiehst wie du aussiehst.“ Ich fragte mich ernsthaft wie es sein kann, dass solche Menschen sich sowas überhaupt gegenüber anderen Menschen rausnehmen. Ich finde das schon längst nicht mehr beleidigend, sondern einfach nur unnötig. Selbst schlanke Menschen haben vielleicht gute Freunde, die sie an einer Hand abzählen und wenn ich im Moment keinen Freund habe, hat das nichts damit zu tun, weil ich so aussehe wie ich aussehe. Aber gut, so ist das eben. In einem Ohr rein und zum anderen raus.

In dem Moment glaube ich platzte etwas, auf das ich wahrscheinlich nicht mal gewartet habe, sondern es war einfach da. Ich war über Weihnachten eine recht lange Zeit zu Hause, in der ich mal keinen Hunger hatte und mal in Fressattacken verfallen hätte können. Ich hatte schon seit ich mich an mein Dasein erinnere kein Sättigungsgefühl mehr, weswegen ich meine Hungerunlust ausnutzen wollte, um meinen Magen kleiner zu hungern. Ja, ihr lest richtig, hungern. Ich aß am Wochenende als eine Mahlzeit hin und wieder nur Bohnen oder nur Möhren und Äpfel, die bis heute zu meiner wichtigen Nahrung dazugehören. Der Moment, in dem ich merkte, dass ich dieses Essverhalten so nicht für mein Leben halten konnte, kam auch und ich musste mir einen neuen Plan zurechtlegen. Und zu diesem Zeitpunkt gab es dann auch das Buch von Nicole Jäger „Die Fettlöserin“, die mich in vielen Denkweisen oder Erfahrungen bestärkte und mir sogar in vielen Sachen die Augen öffnen konnte.

Ist abnehmen heute leicht?

Ich würde eher sagen, dass es leichter geworden ist, denn jetzt versteh ich langsam all die Vorgehensweisen in meinem Körper und was er brauch um abzunehmen. Denn wenn ich auf der Waage sehe, dass ich über 1,3kg wieder zugenommen habe, dann kann ich mich gut selbst kontrollieren indem ich mich frage, was ich alles gegessen/getrunken habe und wo der Haken ist. Vielleicht liegts auch an der Bewegung und wenns an nichts von diesen Dingen liegen kann, dann ist es eben wieder mal eine Gewichtsschwankung oder ich habe an Muskeln zugenommen, die viel schwerer als Fett/Wasser sind.

Übrigens muss ich dazu sagen, dass ich niemals in meinem Leben durch irgendwelche Ernährungsberaterinnen oder andere Abnehmmaßnahmen, die ich ambulant nach der Schule gemacht habe mit anderen zusammen, abgenommen habe bis heute.

Habt ihr nun Fragen, die ich dann im nächsten Beitrag beantworten kann oder irgendwelche Gedanken, die ihr loswerden möchtet? Ich freu mich drauf! 😀

Heutiger Stand (4.05.2016): -11,3kg

Kritisch von außen beäugen – Gedankenbändigung

mampfend greift sie zu einem weiteren Stück Baumkuchen

Wann hat sich mein Blog in ein solches Schlachtfeld der Gedanken entwickelt?

Das frage ich mich jeden Tag. In den letzten Wochen und Monaten frage ich mich ernsthaft: Muss ich wirklich meinen Blog so „professionell“ führen, dass hier keine freien Gedanken meinerseits mehr reinpassen? Sind Blogposts mit einfachen Gedanken aus meinem Leben, aus meinem tiefsten Inneren so sinnlos, dass sie keinen Mehrwert für euch haben? Hat selbst dieser Post hier überhaupt einen tieferen Sinn oder ist das wieder nur ein Post, den ich in fünf Monaten sehe und mir denke: Das hätte doch nicht sein müssen in den Papierkorb verbannen

Ich glaube ernsthaft gerade daran, dass jeder Mensch auf dieser Welt jemals schon an einem sehr wichtigen und eigenen „Projekt“ gezweifelt hat und sich fragte, ob man das so wie mans macht auch richtig und gut ist. Wahrscheinlich werdet ihr mir auf diesen Post sagen, dass ich meinen Blog so gestalten sollte wie ich ihn für richtig halte, aber ist er dann trotzdem noch professionell, wenn er persönlicher wird? Ich denke schon, denn wir Blogger sind keine Maschinen und wir bringen jeden verdammten Tag so viel Emotion in einen Beitrag, dass wir selbst bei Buchrezensionen aufpassen müssen, dass wir nicht zu emotional geladen sind und demnach das Buch anders rezensieren würden als sonst. Eine Waage, die sich immer nicht so gut halten kann, wenn man nicht aufpasst.

In letzter Zeit schwirre ich sehr oft in Brandenburg rum und bin jedes Mal, wenn ich an Feldern vorbeifahre und diese Weite sehe, glücklich. Selbst da glaubte ich erst, dass mir das Inspiration gibt und mein Hirn übersprudeln lässt, aber das tut es nicht. Ich spüre solch eine intensive Ruhe in meinem Kopf, dass ich einfach nur abschalte und dem Lichtschauspiel zuschaue. Wolken, die über Felder hängen. Wolken, die an einigen Stellen aufbrechen und das Licht als einen Lichtkegel, Lichtstrahlen oder ganze Lichtlöcher auf die Felder strahlen lässt. Das tut im Moment einfach so gut zu sehen und selbst dabei zu merken, dass dieses natürliche Spektakel meinen Kopf nicht einfach zum Losbrüllen bewegt, sondern ihn endlich verstummen lässt. Denn dieses andauernde sich einen Kopf darum machen, ob der Blog professionell genug ist und dafür weniger Beiträge kommen als sie ursprünglich gekommen wären, wenn ich mir selbst und meinem „Konzept“ (was garkeines ist) treu geblieben wäre.

Sich selbst kritisch von außen betrachten – der Schlüssel?

Im Moment ist es auch schwierig den Kopf ruhig zu halten und alles im Blick zu behalten, da es jetzt auf den letzten Zügen meiner Ausbildung zugeht. Ich habe am 1. Juni meine schriftliche Abschlussprüfung und dann werdens zwei weitere stressige Wochen mit der praktischen Abschlussprüfung. Ich muss meinen Zeitmanagementzauber und meine manchmal ganz gut vorhandene Disziplin auspacken und anwenden. Selbst dabei werde ich meinen Kopf niemals abschalten können und geschweige denn einfach daran glauben können, dass das was ich da mache gut und richtig genug ist, um zu bestehen. Nicht, dass ich an mir zweifle. Ich versuche lediglich mich selbst und meine Fähigkeiten von außen kritisch zu betrachten und die Lücken zu füllen oder zu berichtigen, die mir zu fehlerhaft erscheinen und die ich besser machen kann. Denn selbst hierbei kann ich die Situation der Abschlussprüfung auf Projekte, auf den Blog, auf das Leben projizieren.

Und dennoch frage ich mich gerade, was dieser Beitrag für einen tieferen Sinn für euch hat. Ich glaube, dass jeder solche Entwicklungen durchmachen sollte, wenn er mit sich selbst nicht richtig im Reinen ist. Wenn man merkt, dass man die Dinge nicht mehr so angeht wie man sie vorher angegangen ist. Wenn man hier und dort Unzufriedenheit mit jedem geschafften Meilenstein spürt. Genau dann sollte man sich kritisch von außen betrachten und sich selbst fragen: Was ist eigentlich los mit mir? Denn genau dann kann man wie ein Arzt auf die Situation, auf die Unzufriedenheit und dem gekommenden Ärger darauf reagieren, handeln und zukünftig verbessern.

Haltet die Ohren steif, auch wenns manchmal dauert bis man selbst merkt, dass etwas nicht stimmt und sich dann erst klar wird, dass man sich kritisch von außen beäugen sollte.

Tschaumiau Sarah

Fächersystem der Ordnung – Home Office

Mein geordnetes und geplantes Leben soll von nun an ab 2016 stattfinden. Jedes Jahr möchte ich nicht wieder einmal dastehen und denken:

„Oh es ist schon Silvester und das nächste Jahr bricht in den nächsten Stunden an. Vielleicht sollte ich mir mal Gedanken machen wie ich was besser angehen kann als im letzten Jahr.“

Und so geht das dann jedes Jahr von vorn los, da ich diese Gedanken dann völlig zur Seite schiebe und mir denke, dass das Jahr schon von selbst rum geht. Aber ist das nicht ein bisschen sehr fahrlässig mir selbst gegenüber? Ich bin es mir doch selbst schuldig, dass ich mein Leben in vollen Zügen genieße. Jeder hat mal Zeiten, in denen er nur vor sich her lebt und ich glaube ganz fest daran, dass das Leben solche Zeiten auch mit eingerechnet hat. Aber ich lebe seit Jahren so. Deswegen gabs dann auch meinen selbst gestalteten Kalender und die anfänglichen Gedanken mit Einschränkungen doch am Ende freier zu sein.

Schon da habe ich über meine Holzbox geschrieben. Mein „Home Office“. Diese nützt mir nicht nur als Dekogegenstand meines relativ großen Schreibtischs, sondern auch als Stütze meiner Gedanken. Es gibt hier nämlich drei Fächer und eine kleine Schublade. In der Schublade können also zum Beispiel für die Buchpost oder Blätter, die zusammenhängen sollen, Büroklammern und die Klammern für die Buchpost drin aufbewahrt werden. So ist dann gleich alles an Ort und Stelle, so wie das eine verplante und chaotische Sarah perfekt wäre. In den einzelnen Fächern kommen dann nach Wichtigkeit die einzelnen Zettel rein. Hierbei unterscheide ich zwischen Privatem, Blog und einfache Erinnerungen an mich selbst.

  • Privat – Rechnungen, Termine etc.
  • Blog – Beiträge, Ideen, Termine etc.
  • Erinnerungen an mich – motivierende Sprüche, Gedanken/Erinnerungen an positive Momente

Das System ist ganz einfach, sodass ich alles im Blick habe. Wenn ich also mal wieder was abgearbeitet habe, so werfe ich den Zettel einfach weg oder lege ihn, falls ich ihn später nochmal brauche, in das Fach zurück. Für den Blog habe ich ein Notizbuch, einen Terminkalender sowie einen Hefter, in die ich dann den Zettel legen könnte, um mich daran zu erinnern.

Zum Glück ist es so einfach gehalten, sodass ich mir nur einen Block nehmen muss, meine Gedanken aufschreibe und diesen Zettel in eines der Fächer tu. Ich muss mir dann nur noch meine Zeit einteilen, in der ich diese Dinge erledige, damit mein Leben also weiterhin Richtung geplant und geordnet geht und ich so freier von Stress und Druck bin. So muss ich das natürlich auch priorisieren, damit ich nicht wieder in alte Muster hineingerate.

Was haltet ihr von einem solchen System? Zum Scheitern verurteilt oder glaubt ihr, dass das auch was für euch wäre?