Ich freue mich sehr heute mein allererstes Interview mit einer Autorin online stellen zu können. Bisher hatte ich immer etwas Respekt davor. Die Gedanken was ich für Fragen stelle, ob sie euch interessieren und ob sie vor allem der Autorin nicht zu persönlich sind, waren mir wirklich wichtig. Ich habe nun mein ganzes Herzblut hineingesteckt, mir Fragen zum Buch, zur Person und beides zusammen ausgedacht und sie gestellt.


 

Christin Thomas hat das Buch „Hope – Unsere letzte Hoffnung“ geschrieben. Ich liebe diese Geschichte und freue mich schon auf den zweiten Teil bzw die Vorgeschichte von „Hope“.

Christin Thomas – Homepage

Giessel Design – Bildgestaltung

Wie hast du die bisherigen doch sehr wechselhaften Tage verbracht?

Ich war in der letzten Zeit sehr mit meinem Umzug beschäftigt. Die alte Wohnung wollte noch hergerichtet und abgegeben werden und das neue Heim wurde eingerichtet. Seit nun etwas Ruhe eingekehrt ist, kümmere ich mich wieder regelmäßig um meine Manuskripte und um meine Covergestaltung.

Welche Macken deinerseits würde ein Mensch an dir sofort aufzählen?

Ich bin eine Quasselstrippe. Jeder der mich kennt würde das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu allererst nennen. Danach folgt meine Vergesslichkeit (zumindest im privaten Bereich, beruflich gelingt es mir seltsamerweise, an alles zu denken), sowie dass ich gern maßlos übertreibe. In meiner Welt gibt es selten von allem nur ein wenig, ich packe immer eine ordentliche Schippe drauf.

Wenn du dir drei wählbare Dinge für die Zukunft wünschen dürftest und sie sofort verändern könntest, was wäre das?

Den allseits beliebten Weltfrieden natürlich. Aber um nicht nur dem Menschen Vorteile zu verschaffen, würde ich mir auch wünschen, dass wir lernen unsere Umwelt zu schonen oder besser gesagt zu »verschonen.« Und zu guter Letzt, dass man endlich einmal das Beamen erfindet. Wer mag schon gern im Stau stehen?!

Welche Farbe hat für dich Fernweh? Musstest du schon einmal aus deiner Heimat weg? Wenn ja, was für Gefühle empfandest du? Und was empfandest du, wenn du wieder in deine Heimat zurückgekehrt bist? Wenn nein, was würdest du empfinden, wenn du weggehen müsstet?

Fernweh ist für mich so Blau wie das Meer. Ich habe meine Kindheit oft in Spanien verbracht und da hat sich dieses typische Urlaubsbild eingebrannt. So richtig lange musste ich aber noch nie von Zuhause fort. Ich glaube, mich würde auch nichts und niemand von dort wegbekommen. Ich fühle mich sehr wohl und könnte ohne diese innere Ruhe auch nicht schreiben können.

Woher holst du dir deine Inspiration zum Kreativ sein?

Ich war schon immer eine Tagträumerin. Dabei geht mir so einiges durch den Kopf. Manchmal habe ich dank dieser kleinen Gedankenspaziergänge wirklich gute Ideen, die ich dann in meinen Geschichten oder Covern umsetze. Aber wenn diese Inspirationsquelle einmal streikt, bleiben genug andere Möglichkeiten. Ich sehe auch gern Filme, lese, oder gehe einfach mit offenen Augen durch die Straßen. Meist finden einen die Ideen ganz von selbst.

Wenn du ein Buch in einem Genre schreiben müsstest, welches wäre eine echte Herausforderung für dich?

Definitiv Thriller. Ich lese sie zwar unheimlich gern, aber ich habe einfach ein riesiges Problem damit, mich in die notwendigen Charaktere wie z.B. einem Psychopathen hineinzuversetzen. Natürlich habe ich es schon öfter einmal selbst versucht, aber meist mit dem Resultat, dass ich mich um meinen Schlaf gebracht habe oder aber die Story einfach zu lasch wurde. Ich bin also leider keine gute Thriller Autorin. Da hilft auch all das »Abgucken« bei den großen Könnern dieses Genre leider nichts.

Hast du Lieblingsautoren? Wenn ja, welche?

Ich habe zwei Lieblingsautoren. Der eine ist Stephen King, weil er einen großen Teil dazu beitrug, die noch sehr junge Christin an den Schreibtisch zu setzen und sie zum Schreiben zu animieren. Der andere ist Sebastian Fitzek, weil ich Thriller einfach schon immer gern gelesen habe und seinen Schreibstil wirklich liebe.

Was war das witzigste Buch, das du jemals gelesen hast und warum war es das witzigste?

Das witzigste war »Mieses Karma« von David Safier. Eine Freundin hatte es mir empfohlen, weil sie aufgrund dieses Buches mit ihrem schallenden Gelächter die ganze Bahn unterhalten hatte. Es musste also auf meinen Wunschzettel und ist letztendlich auch auf meinem Kindle gelandet. Schon wenn ich daran denke, muss ich schmunzeln. Die Geschichte ist einfach unterhaltsam und die Sache mit dem Karma ist eben nicht so einfach.

Wie kamst du dazu Covergestaltung anzubieten?

Das war eine ganz spontane Idee, weil man mich fragte, ob ich nicht Lust hätte für einen Anbieter im Bereich Selfpublishing hin und wieder Cover zu gestalten. Und was soll ich sagen? Ich hatte große Lust, denn ich bin unheimlich gern kreativ und wieso sollte ich meine Kenntnisse nicht nutzen, um auch andere unabhängige Autoren oder Verlage zu unterstützen? Ich willigte also ein und meldete meinen Freiberuf an. Danach ging alles recht schnell. In den letzten Monaten wurde die Webseite (www.giesseldesign.de) fertig gestellt und über die ersten Aufträge durfte ich mich ebenfalls schon freuen.

 

Hat das Buch »Hope« irgendwelche Parallelen zu deinem Leben?

Wenn gibt es nur eine ganz grobe Parallele, denn nicht nur Sam hat einen großen Traum, sondern auch ich selbst. Wie viele andere träume ich von etwas so wundervollem, dass es fast unmöglich scheint diesen Traum zu verwirklichen. Aber wie Sam halte ich an diesem Traum fest. Ich vergesse ihn nie und gehe auch über Stock und Stein, um an mein Ziel zu kommen. Was das ist? Na das kann man sich doch denken. 😉

Hatten die Charaktere Vorbilder oder wurden sie frei erfunden?

In den Charakteren stecken viele Eigenschaften verschiedener Personen und einiges an Kreativität. Einen der Protagonisten genau zuzuordnen wäre somit wirklich eine schwere Aufgabe. In all meinen Charakteren steckt aber auf alle Fälle immer einiges von mir selbst. Ich bin zum Beispiel oft so neugierig wie Sky, so verträumt wie Sam und ebenso von meinen Meinungen überzeugt wie Robert. Meinen Mister Winson Anteil lassen wir an dieser Stelle aber lieber einmal außen vor. 🙂

Warum wolltest du den Leser in eine so große und umfangreiche Welt befördern?

Ich nenne mich gern Weltenbastlerin, weil ich genau das am allerliebsten tue. Durch das Fantasy und Sci-Fi Genre, stehen mir unendlich viele Möglichkeiten offen und diese will ich auch nutzen. Ich liebe es, Leser aus der Realität abzuholen und ganz woanders hinzuführen. Das Leben ist oft voller Termine und für eigene Abenteuer und Reisen bleibt wenig Zeit. Umso schöner ist es, wenn man auf einigen hundert Seiten die Chance hat, Unglaubliches zu erleben und so ganz einfach neue Orte zu bereisen. Damit man den Leser aber mitnehmen kann, muss man sich auch mit dem Basteln der Welt beschäftigen. Der Planet Hope sollte greifbar werden, lebendig und vor dem geistigen Auge wunderschön. Und neben all diesen Aspekten sollte die Geschichte durch diesen neuen Planeten auch wichtige Inhalte vermitteln. Desto wohler man sich in ihr fühlt und desto realistischer der Weg dorthin gezeichnet wird, umso mehr öffnet sich der Geist für die Tiefe dieser Geschichte.

Hiermit möchte ich mich noch einmal ganz herzlich an Christin Thomas für die tollen Antworten bedanken und hoffe, dass wir weiterhin so guten Kontakt zueinander pflegen!

Was für Fragen hättet ihr Christin Thomas gestellt?